Die Geräteinitiative: Worum geht es?

Die Geräteinitiative "Digitales Lernen" ist Teil des 8-Punkte-Plans für den digitalen Unterricht, der auf der Website des BMBWF genauer erläutert wird. Seit dem Schuljahr 2021/22 werden Schülerinnen und Schüler der 5. und einmalig auch die 6. Schulstufen an den Mittelschulen, AHS-Unterstufen und Sonderschulen mit einem Notebook oder Tablet ausgestattet.

Zweck der Initiative ist es, die pädagogischen und technischen Voraussetzungen für einen IT-gestützten Unterricht zu schaffen und Schülerinnen und Schülern zu gleichen Rahmenbedingungen den Zugang zu digitaler Bildung zu ermöglichen.

Der OeAD unterstützt als Agentur des Bundes die Initiative der österreichischen Bundesregierung "Digitales Lernen" und ist Ihr Ansprechpartner für Fragen zu dieser Initiative.

Im Zuge der Initiative übernimmt der OeAD die operative Verantwortung für wesentliche Bereiche des 8-Punkte-Plans. Er arbeitet im Auftrag des BMBWF an der Schnittstelle zu zahlreichen Interessensgruppen des Projekts (z.B. Schulen, PHs, Bildungsdirektionen, Erziehungsberechtigten, Unternehmen) und fungiert somit als zentraler Ansprechpartner.

Die Hauptaufgaben des OeAD im Rahmen der Initiative Digitales Lernen sind:

  1. Organisatorische Abwicklung des Anmelde- bzw. Antragsverfahrens von Geräten (an der Schnittstelle Schulen, Schulqualitätsmanagement, Bildungsdirektionen).
  2. Kommunikation und Entwicklung einer vernetzten Gemeinschaft, die digitales Lernen in ganz Österreich voranbringt (unter Einbindung von Schulen, Erziehungsberechtigten, PHs, Bildungsdirektionen, privaten Dienstleistern)
  3. Sicherstellung der jährlichen Abwicklung der Endgeräten-Initiative
  4. Hotline für Fragen und Anliegen, die nicht den technischen Support oder pädagogische Fragen betreffen.

Der OeAD arbeitet in enger Abstimmung mit dem BMBWF und wird, in Kooperation mit anderen Organisationen, Angebote kreieren, die eine Einbindung aller Interessensgruppen ermöglichen. Sollten Sie spannende Ideen für Formate haben, schreiben Sie uns bitte direkt an .

Warum digitale Geräte?

Im Zuge von in den vergangenen Jahren durchgeführten Projekten wurde das pädagogische Potential digitaler Geräte erprobt und im Rahmen wissenschaftlicher Begleituntersuchungen wurden positive Effekte in den Bereichen

  • Kompetenzerwerb der Schüler/innen,
  • Individualisierung des Lernprozesses,
  • Erreichen der Lernziele und
  • Unterrichtsgestaltung festgestellt.

Die Technologien allein verbessern das Lehren und Lernen selbstverständlich noch nicht. Schlüsselfaktor sind kompetente Pädagoginnen und Pädagogen, die den sinnvollen und wirkungsvollen Technologieeinsatz in ihrem Fach integrieren und damit einen interessanten und abwechslungsreichen Unterricht gestalten. Sie setzen die Geräte reflektiert und anlassbezogen in ihrem Unterricht ein und verknüpfen unterschiedliche Medien, Methoden und Formate.

Es gibt viele gute Gründe für die Digitale Schule

Grafik einer Frau mit Checkliste © unDraw

 1) Das Digitale ist heute grundlegender Bestandteil der Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern.

Digitale Geräte (z. B. Smartphones oder Tablets) werden von Schülerinnen und Schülern heute ganz unabhängig von der Schule meist täglich verwendet. Es ist wichtig, dass Kinder systematisch lernen, die Geräte richtig und bewusst einzusetzen.

2)    Schülerinnen und Schüler gestalten den Unterricht aktiv mit.

Der Einsatz digitaler Geräte schafft neue Möglichkeiten im Unterricht. So können Schülerinnen und Schüler mit einfachen digitalen Werkzeugen z. B. selbst kleine Tests entwickeln. Diese Möglichkeiten können zu einer gesteigerten Bereitschaft führen, sich aktiv in den Unterricht einzubringen. Selbsterstellte Inhalte, wie Videos, Präsentationen oder Simulationen lassen das digitale Klassenzimmer zum interaktiven Lernraum werden.

3)    Digitale Geräte steigern die Motivation der Schülerinnen und Schüler.

Aktives Gestalten macht Lust auf das Lernen. Praxisbeispiele erfahrener Schulen zeigen: Viele Schülerinnen und Schüler werden durch den digitalen Unterricht motivierter. Dies liegt wohl nicht nur an den neuen Chancen für das Lehren und Lernen, sondern auch daran, dass der Unterricht abwechslungsreicher gestaltet werden kann und zahlreiche visuelle und auditive Medienformate eingesetzt werden können.

4)    Digitale Medien können Lehrerinnen und Lehrern helfen, den Lernstand besser im Blick zu behalten.

Durch moderne Kommunikationsmittel und den Einsatz von Apps können Lehrpersonen ihre Schülerinnen und Schüler bedürfnisorientierter betreuen und den Lernstand der Schülerinnen und Schüler einfacher im Blick behalten. Einige Lernplattformen erlauben es außerdem, individuelle Lernaufgaben und Leistungsziele zu definieren, damit bessere Lernfortschritte erzielt werden können, die den Status Quo jedes Kindes mitberücksichtigen.

5)    Digitales Arbeiten ermöglicht mehr Inklusion.

Der digitale Unterricht bietet viele Möglichkeiten, auf spezielle Bedürfnisse einzugehen. Beispielsweise durch diverse Darstellungsoptionen bei digitalen Geräten kann auf Schülerinnen und Schüler mit visuellen Einschränkungen eingegangen werden. Schülerinnen und Schüler mit Mobilitätsbeeinträchtigungen können sich durch digital gestützte Hör- oder Sprechübungen besser in den Unterricht einbringen. Digitale Medien ermöglichen einen zeitgemäßen Unterricht, der auf die Bedürfnisse von Kindern besser abgestimmt werden kann.