FAQs

Schriftzug FAQs auf Bild © Unsplash/Jesus Kiteque

Kurzbeschreibung der Initiative

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  • Die österreichische Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, im Rahmen des 8 Punkte-Plans für den digitalen Unterricht ab dem Schuljahr 2021/22 die 5. Schulstufen mit digitalen Endgeräten auszustatten. Im Herbst 2021 werden zudem einmalig auch die 6. Schulstufen mit digitalen Endgeräten ausgestattet. Zweck der Initiative ist es, die pädagogischen und technischen Voraussetzungen für einen IT-gestützten Unterricht zu schaffen und Schülerinnen und Schülern zu gleichen Rahmenbedingungen den Zugang zu digitaler Bildung zu ermöglichen. Dies umfasst sowohl die Vermittlung digitaler Kompetenzen und das Erlernen eines richtigen Umgangs mit Notebooks und Tablets als auch den optimalen Einsatz dieser Geräte für bessere Lernchancen.

  • Teilnehmen können Bundesschulen, Pflichtschulen und Privatschulen mit Öffentlichkeitsrecht mit Klassen ab der 5. Schulstufe. Dies sind insbesondere AHS, Mittelschulen und Sonderschulen. Interessierte Schulen verpflichten sich in einer Absichtserklärung dazu, die Geräte pädagogisch sinnvoll im Unterricht einzusetzen und die entsprechenden Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.

  • Die Beschaffung der Geräte erfolgt zentral über die Bundesbeschaffung GmbH (BBG). Eltern bzw. Erziehungsberechtigte haben einen Selbstkostenanteil von 25% des Gerätepreises zu tragen. Welcher Betrag dies konkret sein wird, hängt von den Geräten ab, die beschafft werden. Für finanziell weniger gut gestellte Eltern bzw. Erziehungsberechtigte besteht die Möglichkeit einer Befreiung vom Selbstkostenanteil. Informationen dazu folgen demnächst. Die private Nutzung der Geräte für schulische Zwecke - also z.B. für die Erledigung der Hausübungen, für Teamarbeit, zum Recherchieren und Üben - ist ausdrücklich erwünscht.

Sammlung von FAQs & Themen

1. Eltern & Erziehungsberechtigte

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  • Das Vorhaben erfordert umfassende Vorbereitungsarbeiten, wie z.B. eine rechtliche Regelung oder eine EU-weite Ausschreibung für die Gerätebestellung sowie die Vorbereitung der Schulen auf einen pädagogisch sinnvollen Einsatz der Geräte.

  • Im Zuge von in den vergangenen Jahren durchgeführten Projekten zum Einsatz mobiler Geräte wurde das pädagogische Potential von Notebooks und Tablets im Unterricht erprobt. Wissenschaftliche Begleituntersuchungen bestätigen positive Effekte in den Bereichen Kompetenzerwerb der Schülerinnen und Schüler, Individualisierung des Lernprozesses, Erreichen der Lernziele und Unterrichtsgestaltung. Die Technologien allein verbessern das Lehren und Lernen selbstverständlich noch nicht. Schlüsselfaktor sind kompetente Pädagoginnen und Pädagogen, die den sinnvollen und wirkungsvollen Technologieeinsatz in ihrem Fach integrieren und damit einen interessanten und abwechslungsreichen Unterricht gestalten. Sie setzen die Geräte reflektiert und anlassbezogen in ihrem Unterricht ein und verknüpfen unterschiedliche Medien, Methoden und Formate.

  • Nach derzeitigem Stand werden Notebooks und Tablets mit unterschiedlichen Betriebssystemen zur Auswahl stehen. Jede teilnehmende Schule kann aus dieser Auswahl den zu ihrem pädagogischen Konzept passenden Gerätetyp frei wählen. Aus heutiger Sicht werden im Zuge des Ausschreibungsverfahrens folgende Geräte angefragt:

    • Android Tablets
    • iOS Tablets
    • Chromebooks
    • Windows Notebooks
    • Windows Tablets (mit vollwertiger Betriebssystem-Lizenz)
    • Refurbished (gebrauchte) Notebooks (mit Windows Betriebssystem)

    Bitte beachten Sie, dass die tatsächliche Verfügbarkeit der jeweiligen Hardware-Betriebssystem-Kombination vom Ergebnis des Beschaffungsprozesses abhängig sein wird. Dies wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 feststehen.

  • Das BMBWF möchte möglichst vielen Kindern den Zugang zu digitaler Bildung ermöglichen. Schüler/innen den reflektierten und vernünftigen Umgang mit digitalen Endgeräten wie Notebooks oder Tablets altersgerecht und zu gleichen Rahmenbedingungen näherzubringen, ist wesentlicher Bestandteil einer zukunftsorientierten Ausbildung. Sollten dennoch Zweifel bestehen, erkundigen Sie sich, ob an Ihrem Schulstandort eine Klasse eingerichtet wird, die nicht an der Geräte-Initiative teilnimmt.

  • Die Lieferung der Geräte erfolgt direkt an den Schulstandort. Das Gerät geht in das Eigentum der Schülerin bzw. des Schülers über.

  • Die in digitalen Klassen zum Einsatz kommenden Geräte sollen die pädagogischen Anforderungen optimal unterstützen und dafür eine spezifische Spezifikation und einheitliche Konfiguration aufweisen. Dies vereinfacht auch das Geräte-Management am Schulstandort und erhöht die IT-Sicherheit des Schulnetzwerks.

  • Das BMBWF arbeitet derzeit intensiv daran, die Bedingungen an Bundesschulen, die noch nicht optimale Rahmenbedingungen für die Teilnahme an der Geräte-Initiative aufweisen, zu verbessern. Eine ausreichende Internetverbindung ist, sofern noch nicht vorhanden, durch den jeweiligen Schulerhalter bis zum Start der Initiative an den teilnehmenden Schulen jedenfalls herzustellen, um die Geräte sinnvoll im Unterricht nutzen zu können.

    Die private Nutzung der Endgeräte betreffend verweisen wir auf die Statistik Austria. Demnach verfügen 98 % der Haushalte mit schulpflichtigen Kindern über Internet zu Hause.

  • Mit der Anmeldung zur Teilnahme an der Initiative sprechen Schulen das Commitment aus, die Geräte pädagogisch sinnvoll im Unterricht einzusetzen und die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Sie werden dabei durch begleitende Informations-, Vernetzungs- und Weiterbildungsangebote unterstützt. Mit der Ausrollung digitaler Endgeräte in der Sekundarstufe I werden die Voraussetzungen für einen IT-gestützten Unterricht für alle Schüler/innen in der Sekundarstufe I geschaffen und digitale Bildung in die Schulentwicklung an den Standorten integriert. Darauf aufbauend erfolgt ein qualitatives Monitoring im Bildungssystem.

  • Für Eltern und Erziehungsberechtigte ist ein einmaliger Selbstkostenanteil für die private Nutzung von 25% des Gerätepreises zu tragen. Die Höhe des Gerätepreises kann erst nach dem Beschaffungsprozess bekanntgegeben werden. Die Abwicklung der Bezahlung befindet sich gerade in Ausarbeitung.

    Unter bestimmten Bedingungen ist ein Erlass des Eigenanteils vorgesehen. Erziehungsberechtigte von Schülerinnen und Schülern können unter bestimmten Voraussetzungen (Erlassgründe) einen Antrag auf Befreiung vom Selbstbehalt stellen. Folgende Erlassgründe sind vorgesehen:

    • Wenn für ein im gleichen Haushalt lebendes Geschwisterkind im vorangegangenen Schuljahr eine Beihilfe1 bezogen wurde, oder
    • wenn die Schülerin oder der Schüler in einem Haushalt lebt, in welchem die Mindestsicherung, eine Ausgleichszulage2 oder Notstandshilfe3 bezogen wird, oder
    • wenn für den Haushalt eine Befreiung von den Rundfunkgebühren4 vorliegt.

    Erziehungsberechtige, die einen Antrag auf Erlass stellen, müssen auf elektronischem Wege ein amtliches Dokument (einen Bescheid) einbringen, das den Bezug einer der oben genannten Leistungen bestätigt. Nähere Informationen zum Selbstbehalt, der Zahlung und zur Antragstellung auf Befreiung werden laufend ergänzt.

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    1. Folgende Beihilfen gelten als Erlassgrund: Beihilfen gemäß § 9 oder § 11 des Schülerbeihilfengesetzes 1985 oder § 1 des Studienförderungsgesetzes 1992

    2. Ausgleichszulage gemäß § 292, 293 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz (ASVG) §§ 149, 150 Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz (GSVG) oder §§ 140, 141 Bauern-Sozialversicherungsgesetz (BSVG)

    3. Notstandshilfe gemäß § 33 Arbeitslosenversicherung 1977

    4. Befreiung von Gebühren gemäß § 3 Abs. 5 Rundfunkgebührengesetz, BGBl I 159/1999

  • Die Themen Garantie und IT-Dienstleistungen zur Problembehebung befinden sich gerade in Ausarbeitung. Es wird diesbezüglich Unterstützungsleistungen für die Schulen geben. Detaillierte Informationen dazu folgen.

2. Pädagog/innen

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3. Schulen & Schulerhalter

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  • Das BMBWF stellt den Schulstandorten Informationen über die zur Auswahl stehenden Optionen rechtzeitig zur Verfügung. Experten-Schulen aus dem Netzwerk eEducation Austria können mit ihren gewonnen Erfahrungen beratend unterstützen. Eine darüberhinausgehende und ggf. erforderliche Beratung der Schulen wird derzeit koordiniert.

  • Grundlage für die Teilnahme an der Initiative ist die Bestätigung des Letters of Intent, der Entwicklungsbereiche für eine erfolgreiche Nutzung digitaler Endgeräte für das Lehren und Lernen aufzeigt. Mit der Zustimmung zu dieser niederschwelligen Absichtserklärung bestätigt die Schule, dass sie wesentliche Aktivitäten unternehmen wird, um ihre Digitalisierung voranzutreiben und die getätigten Investitionen sinnvoll einzusetzen. Dabei sollen Freiräume und Kreativität ermöglicht und unnötige Formalitäten vermieden werden.

    Der Prozess des Anmeldeverfahrens zur Geräte-Initiative “Digitales Lernen” für Schulen wird über eine einfache IT-Applikation abgewickelt. Jede Schule erhält ihre individuellen Zugangsdaten und den Link zur Anmeldeapplikation in einem vom System automatisiert versandten E-Mail (Absender: digitaleslernen@bmbwf.gv.at). Dies wird noch im Oktober erfolgen.

  • Im Zuge der Entscheidungsfindung zur Teilnahme an der Initiative müssen die Schulpartner gemäß den gesetzlichen Bestimmungen eingebunden werden. Zudem müssen Pflichtschulen vor ihrer Anmeldung eine Abstimmung mit ihrem Schulerhalter in Bezug auf die infrastrukturellen Rahmenbedingungen vornehmen.

  • Nach derzeitigem Stand werden Notebooks und Tablets zur Auswahl stehen, die die gängigen Betriebssysteme abdecken (IOS, Android, Windows). Aus heutiger Sicht werden im Zuge des Ausschreibungsverfahrens somit folgende Geräte angefragt:

    • Android Tablets
    • iOS Tablets
    • Chromebooks
    • Windows Notebooks
    • Windows Tablets (mit vollwertiger Betriebssystem-Lizenz)
    • Refurbished (gebrauchte) Notebooks (mit Windows Betriebssystem)

    Bitte beachten Sie, dass die tatsächliche Verfügbarkeit der jeweiligen Hardware-Betriebssystem-Kombination vom Ergebnis des Beschaffungsprozesses abhängig sein wird. Dies wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 feststehen.

  • Die Initiative sieht eine einheitliche Lösung für jede Schule vor. Die Geräte sollen die pädagogischen Anforderungen optimal unterstützen und eine spezifische Konfiguration aufweisen. Dies vereinfacht auch das Geräte-Management am Schulstandort und erhöht die Sicherheit.

  • Für die Einrichtung der notwendigen IT-Infrastruktur am Schulstandort ist jedenfalls der Schulerhalter in Abstimmung mit dem jeweiligen Schulstandort verantwortlich.

  • Die digitalen Endgeräte können das ihnen zugeschriebene Potential für das Lernen nur dann voll entfalten, wenn die teilnehmenden Schulen über eine IT-Basis-Infrastruktur verfügen. Dazu zählt ein Breitbandanschluss samt entsprechender Inhouse-Verkabelung, WLAN/LAN-Kapazitäten in den für die teilnehmenden Klassen vorgesehenen Unterrichtsräumen, eine ausreichende Internet-Bandbreite, eine laufende Wartung und Instandhaltung dieser IT-Basis-Infrastruktur sowie in einem bestimmten Ausmaß auch Lademöglichkeiten für Geräte. Die Details dazu sind in einer Checkliste zusammengefasst.

  • Das Förderprogramm „Breitband Austria Connect“ fördert im Rahmen der Breitbandstrategie 2030 des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus die Anbindung von Pflichtschulen an das Glasfasernetz. Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

  • Die Lieferung der digitalen Endgeräte an die jeweilige Schule erfolgt plangemäß mit Beginn des Schuljahrs 2021/22.