Die digitalen Endgeräte

Der von der Bundesbeschaffung GmbH durchgeführte EU-weite Ausschreibungsprozess für die Beschaffung der Notebooks und Tablets im Zuge der Geräteinitiative „Digitales Lernen“ ist nun teilweise abgeschlossen.

Die Ausschreibung wurde als offenes Verfahren gemäß BVergG 2018 auf Basis des Billigstbieterprinzips durchgeführt. Das bedeutet, dass bestimmte Spezifikationen vorgegeben wurden, die die Geräte mindestens erfüllen müssen oder auch überbieten können. Diese Spezifikationen umfassen Eckpunkte, die sich in der schulischen Praxis bewährt haben und wurden unter Einbindung von Expertinnen und Experten sowie Erfahrungen von Praktikerinnen und Praktikern definiert. Das zur Anwendung gekommene Ausschreibungsprinzip ist üblich bei Hardwarebeschaffungen. Zugeschlagen wird das günstigste gültige Angebot, welches die vorgegebenen Anforderungen erfüllt. Die erzielten Preise stehen natürlich auch in Relation zu der insgesamt zugesagten Abnahmemenge und sind auf der Ebene von Stückpreisen, insbesondere mit den Einzelhandel, nicht vergleichbar.

Die Ausschreibung ist in den Bereichen der Notebooks und Chromebooks bestandsfest. Das bedeutet, dass ein konkretes Produkt und ein Lieferant ausgewählt wurden.

Die Ausschreibung für die Tablets und Refurbished Notebooks ist noch nicht bestandsfest. Das bedeutet, dass noch keine konkreten Produkte bekanntgegeben werden können.

Sobald auch hier die Details feststehen, werden wir Sie hier darüber informieren!

Gerätetyp Windows Notebook

In der Kategorie Notebook erhielt die Firma CANCOM a+d IT Solutions GmbH mit dem Produkt Lenovo ThinkPad E14 den Zuschlag:

  • Technische Spezifikationen:
    • Displaygröße: 14 Zoll
    • Bildschirmauflösung: 1920x1080 Pixel
    • CPU-Modell: i3-10110U mit 2 Prozessorkernen und 4 Threads
    • Arbeitsspeichertyp: DDR4 mit 8 GB
    • Speicherkapazität: 256 GB SSD
    • Anschlüsse: USB (A, C), WLAN, Bluetooth und HDMI
    • Gesamtgewicht: maximal 1,7 kg
  • Kosten des Gerätes: 430,20 Euro
  • Privater Eigenanteil gemäß § 5 Abs 2 SchDigiG im Ausmaß von 25% der Gerätekosten: 107,55 Euro

Gerätetyp Chromebook

In der Kategorie Chromebook erhielt die Firma OMEGA Handelsgesellschaft m.b.H. mit dem Convertible-Produkt Acer R752T-C26N den Zuschlag:

  • Technische Spezifikationen:
    • Displaygröße: 11,6 Zoll
    • Bildschirmauflösung: 1366x768 Pixel
    • CPU-Modell: Intel N4120 mit 4 Prozessorkernen und 4 Threads
    • Arbeitsspeichertyp: DDR4 mit 8 GB
    • Speicherkapazität: 64 GB Flash (erweiterbar)
    • Anschlüsse: USB (A, C), WLAN und Bluetooth
    • Gesamtgewicht: 1,25 kg
  • Kosten des Gerätes: 337,08 Euro
  • Privater Eigenanteil gemäß § 5 Abs 2 SchDigiG im Ausmaß von 25% der Gerätekosten: 84,27 Euro

Weitere Gerätetypen

Sobald die weiteren Ausschreibungsergebnisse bestandsfest sind, finden Sie hier die aktuellen Informationen zu den Geräten! (Stand: 27.07.2021)

Bezahlung & Befreiung

Grafische Darstellung einer Hand mit Kreditkarte © unDraw

Informationen zur Bezahlung und Befreiung vom Selbstkostenbeitrag für Erziehungsberechtigte finden Sie auf der Seite Bezahlung & Befreiung!

Die Übergabe der Geräte

Grafik von zwei Personen die ein Handy aus einer Schachtel heben. © unDraw

Kurz nachdem die Schulen die Gerätelieferungen erhalten haben, erfolgt die Ausgabe an die Schüler/innen bzw. Erziehungsberechtigten.

Vor der Übergabe der Geräte an die Schüler/innen wird ein Dokument zu den rechtlichen Rahmenbedingungen der Geräteübergabe durch die Schule an die Erziehungsberechtigten bzw. Schüler/innen übergeben. Diese sollen dann genügend Zeit haben, um dieses Dokument in Ruhe zu lesen und ggfs. bei der Support-Hotline des OeAD nachzufragen, wenn Unklarheiten bestehen. Im Anschluss erteilen die Erziehungsberechtigten ihre Zustimmung zu den Dokument-Inhalten.

Außerdem wird durch eine Lehrperson ein Übergabedokument je Schüler/in in der Applikation zur Verwaltung der Geräteinitiative generiert, welches dann gemeinsam mit dem Gerät übergeben wird.

Die Schüler/innen erhalten ihr Gerät

Darauf folgt die Übergabe der Endgeräte (mitsamt der Originalverpackung, ggfs. mit Zubehör) an die Schüler/innen bzw. die Erziehungsberechtigten. Damit gehen diverse Rechte, Pflichten und Risiken an die Erziehungsberechtigten über, wie z.B. das Risiko für Verlust und Beschädigung. Weiters beginnt damit die Laufzeit der Gewährleistung und der 4-jährigen Garantieleistung.

Die Übergabe ist organisatorisch so aufzusetzen, dass diese individuell (z.B. im Klassenverband im Rahmen des Gegenstands „Digitale Grundbildung“) erfolgt und von Zeuginnen und Zeugen (z.B. Klassenvorständin/Klassenvorstand und Lehrer/in) bestätigt werden kann, dass das Gerät übergeben wurde und rein äußerlich keinerlei Anzeichen einer Beschädigung aufwies.

Dabei ist auch das Übergabedokument zu übergeben, in weiterer Folge durch die Erziehungsberechtigten zu unterfertigen und durch die Schule zu archivieren. Dieses Dokument ist notwendig, damit die Erziehungsberechtigten wenn nötig ihren Gewährleistungsanspruch geltend machen können. Eine Übernahmebestätigung über das elektronische Mitteilungsheft ist ausdrücklich nicht ausreichend.

Eine Archivierung des Übergabedokuments sowie des Dokuments zu den rechtlichen Rahmenbedingungen der Geräteübergabe ist für die Nachvollziehbarkeit im Schadens- oder Konfliktfall zwingend erforderlich!

Das Original bleibt jeweils in der Schule, eine Kopie ergeht an die Erziehungsberechtigten.

Garantie und rechtliche Fragestellungen

Grafik von zwei Personen mit einem großen Fragezeichen in der Mitte. © unDraw

Grundsätzlich gelten die üblichen Definitionen und Erklärungen von Gewährleistungen und Garantien, wobei die Garantiezeit auf 4 Jahre ausgedehnt wurde. Diese umfasst die klassische Produkthaftung für Defekte. Eine detaillierte Beschreibung der Garantiebestimmungen und des Ablaufprozesses zur Inanspruchnahme einer Garantieleistung folgt zu Schuljahresbeginn.

Zur Absicherung in Bezug auf spezielle Gefahren wie z.B. Diebstahl oder Beschädigung durch Dritte wird Erziehungsberechtigten der Abschluss einer Versicherung empfohlen. Eine Informationsseite des Verbands der Versicherungsunternehmen ist in Vorbereitung. Diese wird über Grundsätzliches zur Versicherung sowie über die Auswahl eines geeigneten Angebots und relevante Fragen und Eckpunkte informieren.

Ersatzgeräte für Schüler/innen im Schadensfall 

Wird das Gerät eingeschickt, wird der Schülerin oder dem Schüler ein Ersatzgerät zur Verfügung gestellt, bis das reparierte Gerät zurückkommt. Selbstverschuldete Schäden können nach individueller Absprache mit dem Lieferanten ebenfalls von diesem kostenpflichtig repariert werden. Es kann aber auch selbst ein Anbieter gewählt werden. Ist das Gerät irreparabel beschädigt, muss ein neues Gerät durch die Erziehungsberechtigten beschafft werden. In Hinblick auf solche Fälle wird empfohlen, eine Zusatzversicherung abzuschließen.

Nähere Informationen folgen.

Vorgehensweise beim Schulwechsel einer Schülerin oder eines Schülers

Bei einem Schulwechsel an eine Schule, die einen anderen Gerätetyp verwendet, ist ein neues Gerät zu beschaffen. Für solche Fälle wird eine unverbindliche Tauschmöglichkeit vorbereitet, wo Geräte neu aufgesetzt und getauscht werden könnten.

Nähere Informationen dazu werden noch bekanntgegeben.

Vorgehensweise bei Schulstufenwiederholung oder Zuzug von neuen Schülerinnen und Schülern ohne digitales Endgerät

Für die Fälle der Schulstufenwiederholung oder des Zuzugs neuer Schüler/innen (z.B. außerordentlicher Schüler/innen), welche noch kein Gerät aus der Initiative haben, ist vorgesehen, die Schüler/innen mit Geräten aus der Geräteinitiative auszustatten.